«Luzern geht gern» – ein Projekt der Fachstelle Gesundheitsförderung und der Suva.

10 000 Schritte täglich für die Gesundheit

Die Luzernerinnen und Luzerner sollen mehr Bewegung in ihren Alltag bringen. Zur Motivation gibt es gratis Schrittzähler, eine Website zum Mitmachen und verschiedene Preise. Das Ziel ist, auf einfache Weise gesünder zu leben.

Möglichst viele Luzernerinnen und Luzerner sollen täglich mindestens 10 000 Schritte machen. Dies ist das Ziel des Projekts «Luzern geht gern» der Fachstelle Gesundheitsförderung des Kantons Luzern und der Suva. Denn wer sich genügend bewegt, fühlt sich körperlich und psychisch wohler und verringert das Risiko für verschiedene Krankheiten. Ausserdem haben aktive Menschen ein geringeres Unfallrisiko. Um einen gesundheitlichen und unfallpräventiven Nutzen aus der Bewegung im Alltag zu ziehen, braucht es rund 10 000 Schritte täglich. Über die Hälfte der Luzerner Bevölkerung erreichen diese nicht. „Aber «Luzern geht gern» ist kein Sportprojekt“, sagt Martin Degen von der Gesundheitsförderung. „Alle können auf einfache Weise mitmachen, denn die zusätzliche Aktivität lässt sich gut in den Alltag integrieren“.

Ab dem 14. Mai stehen Tausende von Schrittzählern bereit, die in den teilnehmenden Apotheken und Drogerien des Kantons gratis bezogen werden können. Teilnehmerinnen und Teilnehmer melden sich auf der Website www.luzerngehtgern.ch an und ab Projektstart am 21. Mai tragen sie täglich ihre Schrittzahl ein. Andere körperliche Aktivitäten wie Velofahren und Schwimmen können in Schritte umgerechnet und mitgezählt werden. Auf einer Karte wird dann die zurückgelegte Strecke angezeigt. Wer konsequent mitmacht, schafft es in sechs Wochen virtuell von Weggis quer durch den ganzen Kanton bis zum Pilatus Kulm. Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen nehmen automatisch an der wöchentlichen Verlosung von attraktiven Preisen teil. Der Lauf ist aber kein Wettbewerb um die höchste Schrittzahl. „Mehr als 10’000 Schritte pro Tag werden zwar erfasst, verschaffen jedoch keinen Vorsprung“, sagt Martin Degen. „Wichtig ist die regelmässige Bewegung an fünf Tagen pro Woche.“

Neben einer breit abgestützten Partnerschaft engagieren sich vor allem die Apotheken, Drogerien und Hausärzte des Kantons für das Projekt. Mit der Abgabe der Schrittzähler machen sie den Einstieg einfach. „Wir haben grosses Interesse am Gesundheitszustand der Bevölkerung“, sagt die Apothekerin Carla Schaffhauser dazu. „Das können wir mit diesem Projekt wieder einmal besser bekannt machen.“ Der Hausarzt Bernhard Studer stellt in seiner Praxis fest, dass viele Menschen gesünder und auch glücklicher wären, wenn sie sich mehr bewegen würden. „Mit diesem Projekt wollen wir vor allem Leute ansprechen, die keinen Sport machen, und sie spielerisch zu einem gesünderen Alltag motivieren.“

Das Projekt ist auf sechs Wochen angelegt. Denn „es braucht eine gewisse Zeit, um die Gewohnheiten zu ändern“, sagt Sandra Mathis von der Suva, die es zusammen mit ihrem Team in der Vorbereitungszeit selbst ausprobiert hat. „Und es funktioniert. Ich gehe jetzt ganz selbstverständlich mehr zu Fuss. Für uns alle ist es inzwischen normal geworden, die Treppen hochzusteigen statt den Lift zu nehmen.“

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